Netzwerk grosse beutegreifer - Netzwerker aus der BJV-Kreisgruppe ab sofort als Ansprechpartner aktiv

Wolf und vielleicht Luchs oder andere, sogenannte „große Beutegreifer“ sind zurück und werden auf kurz oder lang auch in unseren heimischen Wäldern am Obermain auftreten, ob dauerhaft oder auf dem Durchzug. Standorttreue Tiere gibt es bereits jetzt in unserer oberfränkischen Heimat im Bereich Veldensteiner Forst.

 

Egal, wie die aktuelle, politische Debatte um den Wolf im rechtlichen und jagdlichen Sinne ausgehen mag, wir Jäger und Jägerinnen werden uns mit der Existenz dieser Tiere arrangieren und uns dieser Herausforderung auch kooperativ stellen.

 

Ein erster Schritt, mit dem Wolf in Einklang zu kommen, stellt das Wildtiermanagement dar. Das Wildtiermanagement umfasst alle Maßnahmen und Aktivitäten für den Umgang mit Interessenskonflikten, die durch Wildtiere verursacht sind. Am Wildtiermanagement arbeiten neben hauptamtlichen Personen vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), Ministerien und Verbänden auch viele Ehrenamtliche mit - ein Teil von ihnen im bayernweit etablierten „Netzwerk große Beutegreifer“. Hier sind etwa 140 ehrenamtlich tätige Personen (Jäger, Vertreter Naturschutz, Förster, Landwirte) vor Ort als Ansprechpartner für Betroffene schnell erreichbar. Ihre Hauptaufgabe ist die fundierte Dokumentation von möglichen Hinweisen (zum Beispiel Fährten, Risse).

 

Aus den Reihen der BJV-Kreisgruppe hat sich mit Holger Nickel nun ein engagierter Jäger im Rahmen zweier Seminare des LfU und des Amts für Naturschutz und Landschaftspflege zum „Netzwerker große Beutegreifer“ ausbilden lassen und wurde nach bestandener Prüfung nun auch offiziell zu diesem Ehrenamt bestellt.

 

Bei Verdachtsfällen ist der Kontakt zum Netzwerker durch Jäger, Tierhalter oder Landwirte immens wichtig, um schnell und fundiert Spuren sichern und große Beutegreifer monitoren zu können sowie damit die Basis für mögliche Förder- und Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen.

 

Der Netzwerker vor Ort wird in der Regel über das LfU verständigt.

 

Meldewege und ein Meldeformular, auch bei Nutztierrissen oder Verdachtsfällen, findet ihr hier: https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/hinweise_melden/index.htm

 

Wichtig ist, dass auch „nur“ Beobachtungen, Spuren, Bilder auf Wildkameras etc. gemeldet werden, damit ein umfassendes Monitoring möglich ist. Nur Daten, die offiziell über das LfU gesammelt werden, können in das Monitoring einfließen. Die Verständigung privater „Wolfsexperten“ oder von Fachleuten aus anderen Bundesländern ist für das Monitoring  in Bayern nicht sinnvoll.

 

Eine Vorstellung des neuen Netzwerkers Holger Nickel erfolgte außerdem auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung, so dass Jäger und Jägerinnen aus der Kreisgruppe Lichtenfels auch den direkten Kontakt nutzen können.

Auf Nachfrage sind die direkten Kontaktdaten des Netzwerkers über den Vorstand der Kreisgruppe Lichtenfels, Michael Ament oder Chris Wohlmuth bzw. unter Vorstand@bjv-Lichtenfels.de anzufragen.

 

Mehr Infos zum Wildtiermanagement des LfU unter:

https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/index.htm

 


Neues Jahr - Neues Logo

BJV Jäger- und Jagdschutzverein Lichtenfels mit neuem Logo

Zum Start in das neue Kalenderjahr hat sich der BJV-Jägerverein Lichtenfels optisch neu aufgestellt. Ein neues Logo ziert ab sofort die Vereinswebsite und alle Vereins- und Kommunikationsaktivitäten nach innen und außen. Im Inneren des Vereins bleibt jedoch alles beim Alten. Im Mittelpunkt stehen die Verbundenheit zur jagdlichen Tradition insbesondere in der Region am Obermain, die Passion für Jagd, Hege, Natur- und Tierschutz und die Wertschätzung gegenüber jedweder Kreatur und den menschlichen und tierischen Jagdbegleitern im Verein und darüber hinaus.  

Das neue Logo soll diese Punkte noch besser repräsentieren und dabei zugleich den stetigen Veränderungen der Jagd, der Innovation in allen jagdlichen Bereichen, der zunehmenden Diversität der Jägerschaft und der generellen Modernisierung Rechnung tragen.

Der im alten Logo gezeigte Hirsch ist einem Rehbock gewichen, der zwar weniger majestätisch, dafür aber heimisch, weitverbreitet und von allen Jägern und Jägerrinnen hochgeschätzt ist. Mit einer schlichteren Schrift und der stilisierten landschaftlichen Vielfalt Oberfrankens ist das neue Logo eine „runde Sache“ in ebenfalls neuer, rechteckiger Form.

Die Vorstandschaft und weitere Verantwortliche der BJV-Kreisgruppe hatten sich schon länger mit dem Gedanken getragen, den Auftritt zu modernisieren. Nachdem die Verwendung des alten Logos mit dem integrierten Wappen des Landkreises Lichtenfels aus rechtlichen Gründen seit Kurzem nicht mehr möglich war, kam die Neuentwicklung des Logos nun gerade recht. Die Entwicklung und grafische Umsetzung des neuen Logos erfolgte ehrenamtlich und unter Beteiligung der Vorstandschaft.

 


Die BJV-Kreisgruppe Lichtenfels wünscht allen Jägerinnen und Jägern des Vereins, befreundeter Jägervereine und Kreisgruppen und des gesamten BJV Waidmannsheil für 2024 und allzeit eine sichere Kugel sowie allen Partnern aus Behörden, Schützenvereinen, Staatsforsten, privaten Jagdgenossenschaften und der gesamten Bevölkerung am Obermain viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr.


Feierliche Hubertusmesse am 04.11.2023

Die Bläsergruppen des BJV-Jäger und Jagdschutzvereins Lichtenfels und Bad Staffelsteiner Land mit den Vorstandsmitgliedern in der Basilika

Am 04. November feierte die Jägerschaft die traditionelle Hubertusmesse in der Basilika Vierzehnheiligen. Auf Einladung des Bayerischen Jäger- und Jagdschutzvereins Lichtenfels hatten sich zahlreiche Jäger und Jägerinnen aus dem Landkreis, aber auch den angrenzenden Landkreisen eingefunden. Da die Hubertusmesse zugleich als außergewöhnliches musikalisches Erlebnis bekannt ist, war die Basilika dank des regen Zuspruchs der Bevölkerung wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Die Messfeier wurde hochklassig von der Parforcehorn-Bläsergruppe des Jägervereins Lichtenfels unter Leitung von Hornmeister Andreas Winkler, musikalischer Leitung von Sylvia Tremel und Orgelbegleitung durch Basilikaorganist Georg Hagel umrahmt. Außerdem gestaltete die Fürst-Pless-Horn-Gruppe des Jägervereins Bad Staffelsteiner Land die Feier zum Einzug und Abschluss mit traditionellen jagdlichen Klängen. Vorstandsmitglieder des Lichtenfelser Jägervereines beteiligten sich außerdem aktiv mit Lesung und Fürbitten am Wortgottesdienst, den Pater Stanislaus zelebrierte. Der Gottesdienst, der einen Tag nach dem Hubertustag stattfand, erinnerte an den Schutzheiligen der Jäger, Hunde, der Natur und Umwelt, Hubertus von Lüttich. Der Legende nach wurde der bis dahin rücksichtslose Jäger im siebten Jahrhundert auf der Jagd von der Erscheinung eines leuchtenden Kreuzes zwischen den Geweihstangen eines Hirsches zum achtsamen, respektvollen und vorbildlichen Waidmann bekehrt. Die Legende dient bis heute als Vorbild für die jagdliche Grundhaltung der waidgerechten Jagd, die Tier- Umweltschutz und Respekt gegenüber jedem Lebewesen einschließt. 


Jäger beim Kreiserntedankfest am 22.10.2023

Am Sonntag den 22. Oktober fand in Neudorf bei Weismain das Kreiserntedankfest statt. Die beiden Jagdhorn-Bläsergruppen des Bayerischen Jäger- und Jagdschutzvereins Lichtenfels umrahmten mit ihren Fürst Pless Hörner sowie Parforce Hörnen den Tag mit Auftritten. Die Besucher konnten am jagdlich geschmückten Stand der Kreisgruppe außerdem Tierpräparate, wie Gehörne, Schädel und Decken/Felle bestaunen und sich über die Jagd, Hege und Naturschutz informieren. Die Informationsbroschüren für die großen und auch die Malbücher für die kleinen Besucher fanden reißenden Absatz. 


Gemeinsame Hegeschau am 21.04.2023

v.l. Kreisjagdberater Wolfgang Jakob, Landrat Christian Meißner und BJV-Präsident Ernst Weidenbusch bei der Hegeschau
v.l. Kreisjagdberater Wolfgang Jakob, Landrat Christian Meißner und BJV-Präsident Ernst Weidenbusch bei der Hegeschau

Bereits am 21. April fand im Schützenhaus der königlich privilegierten Scharfschützengesellschaft Lichtenfels die gemeinsame Hegeschau des Jägervereins Staffelsteiner Land und unseres Jagdschutz- und Jägervereins Lichtenfels statt.

 

Nach zwei Jahren Corona-Pause freuten sich die beiden Vorsitzenden Michael Hagel (Bad Staffelstein) und Michael Ament über einen voll besetzten Saal und auch viele neue, junge Gesichter in der Jägerschaft. 

BR-Fernsehbeitrag in aller Munde

Michael Ament begrüßte die Anwesenden und die zahlreichen Ehrengäste und ging auf aktuelle Themen ein, die die Jägerschaft, aber auch die Gesellschaft und öffentliche Wahrnehmung beschäftigen: Das Auftreten der großen Beutegreifer sorgt auch in Oberfranken für Diskussionen und vermehrten Fokus auf das Thema Jagd, tierschutzrechtliche Bedenken gegen Schliefenanlagen werden zunehmenden laut und auch medial teils recht einseitig aufgegriffen und auch das Thema Verbiss und in dem Zusammenhang Schonzeitverkürzung beim Rehwild findet den Weg auf die öffentliche Bühne – zuletzt in einem Beitrag des Bayerischen Fernsehens im Rahmen der Sendung „Unser Land“, in dem auch aus dem EJR Ebneth berichtet wurde und auch die Arbeit der unteren Jagdbehörde und der Jagdberater des Landkreises Lichtenfels beleuchtet wurde.

 

Nach den Grußworten des Vorsitzenden des BJV Staffelsteiner Land, Michael Hagel, des Landrats des Landkreises Lichtenfels Christian Meißner und der Vertreterin der Stadt Lichtenfels, 2. Bürgermeisterin Sabine Rießner, folgten auch der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Michael Bienlein und der Vertreter der Waldbesitzervereinigung Lichtenfels-Bad Staffelstein Dieter Popp mit kurzen Redebeiträgen aus ihren Verantwortungsbereichen. 

v.l. Wolfgang Jakob, Landrat Meißner, Ernst Weidenbusch, die Vorsitzenden der Jägervereine Michael Hagel und Michael Ament
v.l. Wolfgang Jakob, Landrat Meißner, Ernst Weidenbusch, die Vorsitzenden der Jägervereine Michael Hagel und Michael Ament

Der BJV-Präsident zu Gast

Highlight des Abends war die umfassende Rede des Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes, Ernst Weidenbusch, der der Einladung von Michael Ament zur Hegeschau gerne gefolgt war und sich am Vormittag schon in das Goldene Buch des Landkreises Lichtenfels eingetragen hatte.

 

Auch Weidenbusch ging ausführlich und kritisch auf die aktuelle Praxis der Vegetationsgutachten und die davon abgeleitete Abschussplanung für Rehwild ein. Der BJV fordere die Änderung dieser Praxis und führe selbst sehr differenzierte Studien zum Waldzustand und Verbiss durch. Hier flössen Bodenbeschaffenheit, Mineralisierungsgrad, Herkunft der Jungpflanzen, Vegetationsumgebung und vieles mehr ein. Nur aus solch einer Betrachtungsweise ließen sich belastbare Ableitungen treffen, wo und wie in die Rehwildpopulation eingegriffen werden müsste. Gegen eine pauschale Verlängerung der Jagdzeit sprach er sich deutlich aus, hier beschreitet der BJV sogar selbst den Rechtsweg, um unverhältnismäßigen Verlängerungen der Jagdzeit entgegenzutreten.

Strecken- und Streckenentwicklung transparent offengelegt

Die Berichte der unteren Jagdbehörde und der Kreisjagdberatung legten die Strecken und Streckenentwicklung bei Schalenwild, Niederwild wie Hasen oder Kaninchen, Federwild wie Gänsen und Enten aber auch Raubwild offen. Insbesondere die explodierende Gänse-Population am Obermain macht Kommunen, Bürgern und Jägern Kopfzerbrechen. Erste Maßnahmen zur Populationskontrolle wurden daher von der unteren Jagdbehörde genehmigt und auch durchgeführt.

Die Bläsergruppen der beiden Jägervereine umrahmten den Abend unter Leitung von Hornmeister Andreas Winkler feierlich und zollten auch den erlegten Kreaturen, deren Gehörne und Waffen gemäß der rechtlichen Vorgabe zur Hegeschau ausgestellt waren mit den entsprechenden Totsignalen Respekt.

 

Zum Abschluss überreichte Ernst Weidenbusch noch „selbst gefangene“ Wolpertinger an die beiden Vorsitzenden der Jägervereine sowie an Landrat Christian Meißner und Sandra Groß von der unteren Jagdbehörde. Mit vielen Gesprächen und Jägerlatein klang der Abend aus.


Jahreshauptversammlung am 17.03.2023

Am 17. März fand unsere alljährliche Jahreshauptversammlung statt. Vorsitzender Michael Ament begrüßte die zahlreichen Jäger und Jägerinnen im bis auf den letzten Platz gefüllten großen Saal des Landgasthofs Karolinenhöhe in Trieb. Er zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme, über viele alte Bekannte, aber auch neue Gesichter und angehende Jungjäger und Jungjägerinnen des aktuell laufenden Jagdschein-Vorbereitungskurses. Die Bläsergruppe des Jagdschutz- und Jägervereins sorgte unter der Leitung von Hornmeister Andreas Winkler für die traditionelle und ansprechende Einstimmung der ordentlichen Jahreshauptversammlung Ein ehrendes Gedenken galt außerdem allen verstorbenen Waidkameraden, denen  die Signale „Jagd vorbei“ und ein letztes „Halali“  geblasen und mit einer Schweigeminute gedacht wurde.

 

Irrungen und Wirrungen im Dachverband und wie die Lichtenfelser Kreisgruppe dazu steht

 In seinen einleitenden Worten ging Ament zunächst umfänglich auf das Geschehen im Dachverband, dem Bayerischen Jagdverband (BJV) ein, denn das Gerangel um das Präsidium des Dachverbandes, unschöne Vorfälle auf Versammlungen und Veranstaltungen und zuletzt die Landesversammlung in Hof hatten deutschlandweit für Aufregung, mediales Interesse und auch teilweise Meinungsmache in Gesellschaft, Politik und (Fach-)Presse geführt. Neben einem detaillierten Bericht von den Vorkommnissen und der Teilnahme der Lichtenfelser Kreisgruppe an der Landesversammlung in Hof erklärte Ament transparent, dass die Kreisgruppe Lichtenfels sich bei dem Wahlmarathon in Hof weiterhin und mit Überzeugung hinter das alte und neue Präsidium des BJV um Präsidenten Ernst Weidenbusch und seinen Generalsekretär Pollner gestellt hatte. Nun hoffe er, so wie die meisten Jagdkameradinnen und Jagdkameraden dies am Ende der Verbandsversammlung ausgedrückt hätten, dass wieder mehr Einheit einkehren möge und sich alle Verantwortlich des Präsidiums jetzt verstärkt um das bayerische Jagdwesen als eigentliches Anliegen der Verbandsarbeit kümmern. 

 

Neue Anlage für den laufenden Keiler, Verbissgutachten und weitere Themen

Michael Ament griff danach weitere wichtige Themenbereiche des Vereinslebens auf. Überlegungen seien im Gang, die Anlage für das Schießen auf den laufenden Keiler auf dem Schießstand Weismain mit einer neuen, digitalen und voll automatisierten Anlage auszustatten. Einige Angebote für eine Anlage und mögliche Varianten für deren Stromversorgung waren bereits eingeholt worden und wurden entsprechend präsentiert. Auf Nachfrage an die Teilnehmer ergab sich die einhellige Meinung, dass die Anschaffung der Anlage an sich wünschenswert und unumgänglich sei. Zur Art und Weise der Stromversorgung gab es anschließend eine kurze Diskussion und einige Wortmeldungen und Ideen. Diese werde man aufnehmen, prüfen und zur Entscheidung eine außerordentliche Sitzung einberufen. Denn, so Ament: „So eine Investitionsentscheidung wollen wir auf jeden Fall mit euch gemeinsam treffen und nicht im stillen Kämmerlein entscheiden!“.

Die Geschäftsstelle Nord des BJV- konnte bis dato nicht verwirklicht werden, nachdem sich das BJV-Präsidium zwar dafür ausgesprochen, es aber keine Mehrheit in den Kreisgruppen gegeben dafür hatte. Allerdings seien die Gespräche dazu noch im Gange und auch der Vorschlag für eine Ansiedlung in Weismain (Umweltstation) noch nicht vom Tisch.

Für 2024 stehe wieder ein Verbissgutachten an, wobei auch Gesichtspunkte wie die zunehmende Störung des Wildes durch Freizeitaktivitäten der Bevölkerung, die Lichtverhältnisse und das Wasservorkommen in den jeweiligen Revieren in das Gutachten mit einbezogen würden. 

Eine neue Jagdschule sei durch eine private Betreiberin in Hohenpöls in Planung und es wurde entschieden, dieser die Schießstandnutzung mit ihren  Kursteilnehmern zu ermöglichen.

Ament klärte wegen häufig vorkommender Rückfragen und Unklarheit bei Bevölkerung und Jägerschaft außerdem auf, dass es keine generelle Anleinpflicht für Hunde in Oberfranken gäbe, wohl aber eine Anleinpflicht von Hunden (ausgenommen Jagdhunde im Rahmen der Jagdausübung) während der Brut- und Setzzeiten in den Vogelschutzgebieten am Oberen Main, der Steinach und der Rodach. Mehr dazu unter: PM Landratsamt Lichtenfels Dies betrifft einige Reviere der Kreisgruppe Lichtenfels. Außerdem können die Kommunen ebenfalls eine Anleinpflicht festlegen.

Ebenfalls streifte Ament kurz das Wildgänsemanagement und das Thema Vogelgrippe.

 

Im Jahr 2022 konnten endlich die bekannten Veranstaltungen wieder aufleben, wie das Herbstschießen, die Teilnahme am Schützen- und Volksfest in Lichtenfels und die Hubertusmesse in Vierzehnheiligen mit erfreulich großer Beteiligung. Für 2023 seien ebenfalls wieder einige Aktivitäten geplant. So konnte Ament darüber informieren, dass nach Corona-bedingter Pause wieder eine Hegeschau stattfindet und zu dieser gemeinsamen Veranstaltung  der BJV Kreisgruppen Lichtenfels und Bad Staffelstein am Freitag, 21. April im Schützenhaus Lichtenfels auch der Präsident des BJV-Bayern, Ernst Weidenbusch, sein Kommen zugesagt hat. 

Berichte aus den Sparten

Im Weiteren erfolgten dann die Berichte aus den verschiedenen Sparten der BJV-Kreisgruppe, wie durch Hundeobfrau Jasmin Bauer. Sie informierte über den letztjährigen Brauchbarkeitslehrgang 2022, bei dem sechs der gemeldeten sieben Gespanne erfolgreich die jagdliche Brauchbarkeit ihrer Vierläufer unter Beweis stellen konnten. Außerdem gab Jasmin Bauer einen Einblick in die Neuregelung der Bayerischen Brauchbarkeits-Prüfungsordnung ab 2023 und die Folge für Ausbildung und Prüfung künftiger brauchbarer Jagdhunde. Leider kann Jasmin Bauer aus gesundheitlichen Gründen bis auf unbestimmte Zeit keinen Vorbereitungskurs zur Brauchbarkeitsprüfung anbieten, man suche aber nach Lösungen auch in Zusammenarbeit mit anderen Kreisgruppen. Nachdrücklich appellierte Bauer an alle Jäger und (künftigen) Hundeführer, wieder mehr Jagdhunde zu führen, auszubilden und entsprechend Revierbeschaffenheit und Rasse sinnvoll und rassegerecht einzusetzen. Sie erinnerte an die gesetzliche Verpflichtung nach Art. 39 des bayerischen Jagdgesetzes bei bestimmten Jagdarten brauchbare Jagdhunde mitzuführen. Das sei nicht nur gesetzliche Verpflichtung, sondern gelebter Tierschutz, so Bauer. „Sucht euch bitte euren künftigen Jagdhund nicht nach der Mode aus oder weil gerade ein Wurf liegt, sondern nach euren Jagdmöglichkeiten und Revieren!“, mahnte Bauer die Anwesenden. 

 

Der bestätigte Nachsuchenführer Andreas Hofmann gab einen Einblick in seine vielen und vielfältigen Einsätze im vergangenen Jahr und gab dabei wichtige Hinweise und Appelle zum Thema Nachsuche an die Jägerschaft weiter. So kritisierte er Wärmebild- oder gar Drohnen-Nachsuchen auf eigene Faust, die das Wild nur unnötig beunruhigten und wenig erfolgversprechend seien. 

Der würdige Rahmen der Hauptversammlung wurde zudem genutzt, um langjährige und treue Waidkameraden zu ehren.

 

Dies waren für:

25.-jährige Mitgliedschaft

Alfons Hrubesch, Andreas Winkler, Elisabeth Göring, Oliver Bär, Joachim Gerber, Joachim Lanzloth

40.-jährige Mitgliedschaft

Edmund Herold, Werner Pietschmann

60.-jährige Mitgliedschaft

Georg Will

65.-jährige Mitgliedschaft

Dr. Rolf  Rießner

 

Die Geehrten freuen sich über ihre Ehrenurkunden, die 1. Vorsitzender Michael Ament (2. v. links) und 2. Vorsitzender Christopher Wolmuth (3. v. rechts) im Beisein der Bläsergruppe überreichten.

Zusammenhalt für die Zukunft wichtiger denn je

Danach legte dann Schatzmeister Dieter Domes den Kassenbericht vor und ihm bestätigten die Kassenprüfer Hans-Georg Rebhan und Thomas Dümlein, dass sehr gut gewirtschaftet wurde und erteilten zugleich der gesamten Kreisvorstandschaft für dieses Vereinsjahr die Entlastung.

 

 

Mit einem abschließenden Blick auf das gesamte Jagdjahr, wobei selbst die Drückjagden bei der Schwarzwildjagd keine Rekordstrecken mehr bescherten, und der Waldumbau auch der gesamten Jägerschaft viel abverlangte, beendete Kreisvorsitzender Michael Ament die Jahreshauptversammlung, wobei er sich weiterhin viel Zusammenhalt wünschte, denn dies erleichtere es, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. 


Vorstand neu gewählt

DER NEU GEWÄHLTE GESCHÄFTSFÜHRENDE VORSTAND VON LINKS: DIE KASSENPRÜFER THOMAS DÜMMLEIN UND HANS-GEORG REBHAHN, NEUER 2. VORSITZENDER CHRISTOPHER WOHLMUTH,SCHRIFTFÜHRER KARL HAFERMANN, 1.VORS. MICHAEL AMENT, KASSIER DIETER DOMES

Die Jahreshauptversammlung 24.09.2021 in der Weismainer Stadthalle bot den würdigen Rahmen um langjährige und verdiente Mitglieder zu ehren. Auszeichnungen erhielten für 25-jährige Mitgliedschaft: Frank Appel, Bertram von Berlepsch, Thomas Dümmlein, Richard Fischer, Friedrich Stehl, Hartmut Tischer, Manfred Will, Rainer Redwitz. Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Wolfgang Jakob. 50 Jahre Helmut Hümmer, und 65 Jahre Gereon Löffler.

Zur Neuwahl standen  alle bisherigen Vorstandsmitglieder wieder zur Verfügung, außer unser Ehrenmitglied Prof. Dr. Dr. Ernst Fink der sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. An seiner Stelle trat Christopher Wohlmuth an. Es wurden alle ohne Gegenstimmen von den anwesenden Mitgliedern gewählt.

Vorsitzender Ament berichtete noch von einem sehr erfreulichen Mitgliederzuwachs, den Erwerb einer Drohne mit Wärmebildkamera und den Besuch der Landesleitung auf der Schießstätte in Weismain.